Idee der „Initiative Energieeffizienz-Netzwerke“

Die Bundesregierung und die unterzeichnenden Wirtschaftsverbände und -organisationen sind sich einig, dass die weitere Steigerung der Energieeffizienz für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und die Erschließung neuer Geschäftsmodelle ebenso zentral ist wie für den Klimaschutz. Sie sind sich auch darin einig, dass die Energieeffizienz in der deutschen Wirtschaft wirksam und effektiv vorangebracht werden kann, wenn die Unternehmen diese Aufgabe in die eigenen Hände nehmen.

Am 3. Dezember 2014 haben daher Vertreter der Bundesregierung und der führenden Verbände und Organisationen der deutschen Wirtschaft die Vereinbarung über die Einführung von Energieeffizienz-Netzwerken unterzeichnet. Die Vereinbarung verfolgt das Ziel, die Initiierung und Durchführung von rund 500 neuen Energieeffizienz-Netzwerken von Unternehmen bis Ende 2020 zu unterstützen und nach Kräften zu fördern. Die Bundesregierung geht auf Basis bisheriger Erfahrungen mit bestehenden oder bereits abgeschlossenen Energieeffizienz-Netzwerken in Deutschland davon aus, dass die Initiierung und Durchführung von 500 zusätzlichen Netzwerken zu Einsparungen von bis zu 75 PJ Primärenergie bzw. 5 Mio. t THG-Emissionen bis zum Jahr 2020 führen kann.

Das Instrument der Energieeffizienz-Netzwerke geht auf eine Schweizer Idee zurück, wo sich seit dem Jahr 1987 Unternehmen zu Netzwerken zusammenschließen. Ein Pilotprogramm der Bundesregierung zur Einrichtung von 30 sogenannten „Lernenden-Energieeffizienz-Netzwerken“ (LEEN) führte den Ansatz dann auch in Deutschland ein. Als Vorreiter des Netzwerkansatzes tat sich zudem der Energieversorger EnBW mit 28 durchgeführten Energieeffizienz-Netzwerken hervor.

Die Pioniernetzwerke in Deutschland haben gezeigt, dass die Netzwerkarbeit langfristigen Nutzen für teilnehmende Unternehmen bringt. Durch die Teilnahme an einem Netzwerk können Unternehmen ihren Fortschritt bei der Energieeffizienz deutlich beschleunigen. Mit der Aufnahme der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke in den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz („NAPE“) strebt die Bundesregierung daher eine flächendeckende Anwendung des Instruments an.

Mit dem NAPE hat die Bundesregierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Steigerung der Energieeffizienz vorgelegt, das stark auf Information, Beratung und Anreizmechanismen und damit auf die Eigenverantwortung der Akteure setzt. Der NAPE dient damit auch der Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie aus dem Jahr 2012.