REGINEE Schwimmbäder: Energieeffizienter Badespaß

Die Westfalen-Therme ist ein Thermalbad mit Saunalandschaft und Hotel im nordrhein-westfälischen Bad Lippspringe, welches zusammen mit drei anderen Thermalbädern zur Unternehmensgruppe Stork gehört. Sie konnte im REGINEE OWL – kurz für REGIonales Netzwerk für EnergieEffizienz – alles in allem bereits 40 t CO2 einsparen; und das noch nicht einmal 2 Jahre nach Beginn des Netzwerks!

Während sich die Badegäste im kühlen Nass vergnügen, eine Rutschpartie erleben oder sich einfach nur in der Sauna entspannen, laufen im Hintergrund unbemerkt Umwälzpumpen, Lüftungsventilatoren oder Heizanlagen auf Hochtouren. Energieintensive Prozesse, die für den Badekomfort und Badespaß unabdingbar sind, für Betreiber von Hallen-, Frei- und Thermalbädern jedoch einen enormen Kostenfaktor darstellen. Norbert Leibold, Geschäftsführer der Westfalen-Therme, treiben neben Kosten aber noch weitere Aspekte um: „Als Bauingenieur mit der Vertiefungsrichtung Wasserwirtschaft ist mir der schonende und verantwortungsvolle Umgang mit der Ressource Wasser aber auch dessen Nutzbarmachung für den Menschen schon immer ein besonderes Anliegen. Nichts anderes gilt für Energie.“

Daher nimmt das Thema Energieeffizienz bei der Westfalen-Therme, eine besondere Stellung ein: Sie hat im Dezember 2015 das REGINEE OWL mitgegründet. Dort arbeiten 8 bis 10 Unternehmen unter Begleitung des VEA sowie der Industrie- und Handelskammern Lippe zu Detmold und Ostwestfalen zu Bielefeld gemeinsam auf die Einsparung von kWh und CO2-Emissionen hin. Norbert Leibold ist vom Konzept überzeugt: „Bisher waren wir im Bereich der Energieeffizienz oftmals Einzelkämpfer. Da ist es schon hilfreich, wenn man sieht, dass andere mit gleichen oder ähnlichen Problemen kämpfen, teilweise aber ganz andere Lösungsansätze wählen.“ Dabei erhalten die teilnehmenden Unternehmen während der 4-jährigen Laufzeit nicht nur Know-how zum Thema Energieeffizienz. Auch aktuelle energierechtliche Themen wie Mengenmeldungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz stehen im Fokus.

„Zusammen mit dem VEA haben wir zu Beginn des REGINEE OWL sieben praxistaugliche Maßnahmen identifiziert, die einem Einsparpotenzial von 70 t CO2/Jahr und etwa 25.000 Euro/Jahr entsprechen“, erläutert Leibold. Für Schwimmbäder gibt es eine Fülle von Stellschrauben, an denen gedreht werden kann, um den Energieverbrauch und damit die Kosten zu verringern. Dazu gehören die Dämmung von Gebäuden und Außenrutschen, Zeitprogramme oder Lichtschranken für die Aktionspumpen oder eine Beckenabdeckung.

Festzuhalten bleibt, dass Energiefragen bei Schwimmbädern je nach Angebotspalette, Gebäudestruktur und vorhandenen Systemen zwar unterschiedlich sind, gerade diese Unterschiede jedoch auch als Chance gesehen werden können, sich gegenseitig zu ergänzen. Um diese Chance zu nutzen, gründet der VEA in Kooperation mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt und der Bayerischen Verwaltungsschule (BVS) Körperschaft des öffentlichen Rechts in Bayern und Baden-Württemberg ein REGINEE speziell für die Bedürfnisse von Schwimmbädern und Thermen: Das REGINEE Schwimmbäder.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.reginee.de .

Die Meldung der VEA finden Sie hier