Unternehmerfrauen gründen erstes Mobilitätsnetzwerk

Zehn Essener Unternehmerfrauen gründeten Anfang März das erste Mobilitätsnetzwerk im Rahmen der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke. „Klima- und gesundheitsgerechte Mobilität ist in Essen ein großes Thema. Und wir sind die letzte Generation, die es richten kann“, erklärt Waltraut Schöne, Trägerin des Netzwerks. Sie hat sich eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltbilanz zum Ziel gesetzt. Und die guten Erfahrungen aus der Arbeit im EnergieEffizienzNetzwerk Essener Innungsbetriebe und Unternehmerfrauen haben sie ermutigt, ein weiteres Netzwerk zu gründen. Das erste Netzwerk von Waltraut Schöne konnte in den vergangenen zwei Jahren mit über 65 umgesetzten  Energieeffizienzmaßnahmen das kumulierte Netzwerkziel um mehr als 85 Prozent übertreffen und damit finanzielle Einsparungen von jährlich mehr als 10.000 Euro realisieren.

Foto_Mobilitätsnetzwerk

©UFH

In dem neu gegründeten Energieeffizienz-Netzwerk wird es neben Energieeffizienz vor allem auch um das Zukunftsthema nachhaltige Mobilität gehen. Die Zahl der Netzwerkteilnehmer ist auf insgesamt zehn gestiegen und aufgrund der hohen Veränderungsdynamik will das Netzwerk jetzt drei statt zwei Jahre zusammenarbeiten. Wieder mit an Bord ist die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr (EGRR e.G.) mit Sitz in Dinslaken, die sich in die Beratung der Betriebe einbringen will. „Denn wir alle lernen in diesem Prozess dazu“, resümiert der Vorsitzende Gerfried Bohlen auf der Gründungssitzung. Dies kann die Leiterin des Zentrums für Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf nur unterstreichen. Sie wird das Netzwerk in den nächsten drei Jahren moderieren: „Wie gewohnt werden wir durch einzelbetriebliche Beratung und Workshops sicherlich wieder nennenswerte Einsparungen erzielen, aber wir werden dieses Mal auch neue Pfade beschreiten, um die Stadt Essen in ihren Bemühungen um eine erfolgreiche Mobilitätswende zu unterstützen“. Gemeint ist die Zusammenarbeit mit anderen Wirtschaftsorganisationen und der Essener Stadtverwaltung, denn nur im Austausch der Unternehmen kann sinnvoll für die Vorteile einer umweltfreundlicheren und schadstoffärmeren betrieblichen Mobilität geworben werden.

Bereits auf den Bautagen der Kreishandwerkerschaft am 20. und 21. April werden die Unternehmerfrauen den Kreishandwerksmeister Martin van Beek dabei unterstützen, alternative Mobilitätsformen mit den Besuchern zu diskutieren. In den nächsten Monaten werden Peter Scharfenberg vom Umweltzentrum der Handwerkskammer Düsseldorf und Jörg Wegener von der EGRR eine Bestandsaufnahme in den Unternehmen durchführen. Unterstützt werden sie dabei von Beratern von B.A.U.M. e. V. im Rahmen der Bundesinitiative für eine bessere Mobilität mobil gewinnt. Auch die EnergieAgentur.NRW wird in dieses Pilot- Netzwerk wieder ihr Know-how einbringen. Als Transferpartner der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE) wird die Handwerkskammer Düsseldorf diese Praxis-Erfahrungen in das bundesdeutsche Handwerk spiegeln.

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