Vor Ort informieren: Energieeffizienz-Netzwerke in Bayern

Am 29. Juni fand in München der Auftakt einer Veranstaltungsreihe von deutschlandweiten, regionalen Konferenzen der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke statt. Zusammen mit der Bayerischen Energieeffizienz-Netzwerk-Initiative (BEEN-i) hat die bundesweite Netzwerkinitiative interessierte Unternehmen, Verbände, Kammern sowie politische Vertreter eingeladen, um über allgemeine und die speziell für Bayern geltenden Vorteile der Netzwerkarbeit zu diskutieren. Über 120 Interessierte folgten der Einladung.

Franz Josef Pschierer, Bayerischer Wirtschaftsminister und Thomas Bareiß, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie betonten in ihren Eröffnungsreden die Bedeutung von Energieeffizienz-Netzwerken für das Gelingen der Energiewende. Bereits heute sind in Bayern über 30 Netzwerke aktiv. Dieser Erfolg sei vor allem auf die früh geschaffenen Strukturen und die politische Unterstützung zurückzuführen, betonte Wirtschaftsminister Pschierer. Staatssekretär Bareiß stellte seine Bewunderung für die Eigenverantwortung, die in den Netzwerken wahrgenommen wird, heraus. Sein Ziel für die Veranstaltung: Impulse für Netzwerke, für die Energieeffizienz und die Energiewende setzen.

Den politischen Statements folgten Impulsreferate von Akteuren aus Verbänden, Kammern und Unternehmen. Sie berichteten von Erfahrungen und Erfolgen ihrer Netzwerkarbeit. Hier wurden – entsprechend des Grundgedankens der regionalen Veranstaltungen – vor allem die spezifischen Herausforderungen, Unterstützungsmöglichkeiten und Erfolgsgeschichten aus Bayern vorgestellt.

Mit Spannung erwartet wurde die Vorstellung der neuen, vereinfachten Bundesförderprogramme für Energieeffizienz in Unternehmen, die Dr. Hartmut Versen, Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vorstellte. Im Anschluss wurde die Förderstrategie des Ministeriums mit Vertretern aus Verbänden und der Praxis der Netzwerkarbeit diskutiert. Zentrale Frage: Welche Rolle können Förderprogramme in der Netzwerkarbeit spielen und wie können Unternehmen im Rahmen von Energieeffizienz-Netzwerken einfacher Fördermittel in Anspruch nehmen. Neben der finanziellen Unterstützung wurden aber auch andere Herausforderungen diskutiert, die von Unternehmen im Rahmen einer Netzwerkgründung angegangen werden müssen.

Die Veranstaltung klang nach der Diskussion mit einem Imbiss und Gesprächen aus.

Eindrücke von der Veranstaltung sowie einige Inhalte der Vorträge gibt das Video der BEEN-i wieder.

Die PowerPoint-Präsentationen der einzelnen Vorträge stehen auf der Website der BEEN-i zum Download bereit.

Im Rahmen der Regionalveranstaltungen sind weitere Termine geplant:

Die einzelnen Veranstaltungen werden von der Geschäftsstelle der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke im Auftrag des BMWi initiiert und mit regionalen Partnern vor Ort organisiert.

Die Bayerische Energieeffizienz-Netzwerk-Initiative (BEEN-i) ist eine gemeinsame Initiative der Spitzenorganisationen der bayerischen Wirtschaft BIHK, vbw und Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium sowie mit Branchenverbänden, u.a. bayerische Papierverbände, HBE, VBEW, VCI, VEA, VKU und ZVEI Bayern. BEEN-i unterstützt die mittelständische Wirtschaft und das Handwerkdabei, ihre wirtschaftlich realisierbaren Energieeinsparpotenziale zu aktivieren sowie in Netzwerken ihre Energieeffizienz zu verbessern. Das bringt nicht nur eine substantielle Energiekosteneinsparung, sondern stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit bayerischer Unternehmen. Die BEEN-i wurde im Oktober 2015 gestartet und hat derzeit über 30 Energieeffizienz-Netzwerke. Weitere Informationen auf der Website der BEEN-i.

Alle Bilder: Bayern Innovativ GmbH