Aktuelle Umfrage unter Netzwerkakteuren
06.05.2026
Die jährlich durchgeführte Umfrage unter IEEKN-Netzwerkteilnehmenden (Netzwerkträger, -moderierenden und Energieberatenden) gibt Auskunft über die Organisation, Rollen und Themenvielfalt innerhalb der Netzwerke. Der folgende Beitrag zeigt, wie sich die Netzwerke organisieren und mit welchen Themen sie sich aktuell beschäftigen.
Vielfältige Typologie in den Netzwerken
Die Netzwerke werden von unterschiedlichen Institutionen getragen und moderiert. Die größte Gruppe an Netzwerkträgern bzw. Moderierenden stellen mit 30 Prozent Energieberatende. Danach folgen Kammern (15 Prozent), Energieagenturen (13 Prozent) und „Sonstige“ (13 Prozent). Der Trend zeigt, dass sich der Anteil der Energieversorgungsunternehmen (EVU) zum Vorjahresvergleich nahezu halbiert hat. Außerdem nehmen fast 60 Prozent der Befragten mehrere Rollen im Netzwerk ein und 33 Prozent geben an, mehrere Netzwerke zu betreuen.
Motivation der Akteure und Konstellationen der teilnehmenden Unternehmen
Die Gründe, eine Rolle in einem Netzwerk zu übernehmen, sind über die Jahre konstant geblieben: 77 Prozent der Befragten sagen, sie möchten dazu beitragen, die Energie- und Klimaschutzziele zu erreichen. An zweiter Stelle folgt mit 58 Prozent „Vernetzung“ als Grund für die Teilnahme an Netzwerken.
In den meisten Netzwerken arbeiten mittlere und große Unternehmen zusammen. Auffallend ist, dass der Anteil der Netzwerke mit kleinen Unternehmen von 39 auf 51 Prozent gestiegen ist. Kleinstunternehmen sind in 16 Prozent der Netzwerke vertreten. Die Unternehmen der befragten Netzwerkakteure kommen dabei am häufigsten aus den Branchen Maschinenbau, Stahl und Metalle sowie Automobilzulieferer.
Organisation und Themen der Netzwerktreffen
Netzwerke treffen sich im Durchschnitt viermal im Jahr für je fünf Stunden. Im Vergleich zu den Umfrage-Ergebnissen aus dem Jahr 2024, beschäftigen sich die Netzwerke vermehrt mit den Themen „Energieeffizienzmaßnahmen“, „Abwärmenutzung“ und „Energieeffizienzgesetz“. Im Gegenzug hat das Interesse an den Themen „Treibhausgaseinsparungen“ und „Wasserstoff“ im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich abgenommen. Darüber hinaus ist der „Einsatz von KI“ das meistgenannte weitere Thema. Beim Thema Service-Angebote der Netzwerkinitiative und Zufriedenheit mit diesen werden folgende Aspekte betont: Rund 56 Prozent der Befragten nutzen das Fachreferentenprogramm und heben besonders die Kompetenz der Fachreferierenden, die unkomplizierte Organisation und gute Kommunikation hervor. Zudem bewerten 65 Prozent der Befragten den Rahmen und die Anforderungen der Netzwerkinitiative als positiv.
Ideen für Unterstützungsformate
Ein weiterer Bereich der Umfrage bezog sich auf den Unterstützungsbedarf seitens der Geschäftsstelle der Initiative: Die Netzwerkakteure wünschen sich unter anderem mehr Unterstützung bei der Unternehmensakquise, z. B. durch finanzielle Anreize oder kommunikative Begleitung. Des Weiteren werden insbesondere Förderprogramme für neue Netzwerke als sinnvoll erachtet. Der Wunsch nach Entbürokratisierung in Verbindung mit Förderanträgen und Berichtspflichten wird ebenfalls genannt. Einzelne Befragte äußern zudem den Wunsch, dass sowohl politische Akteure als auch die Geschäftsstelle der Initiative an Netzwerktreffen teilnehmen.
Hintergrund der Umfrage unter Netzwerkakteuren
Die Umfrage ist ein wichtiger Baustein für die Beurteilung und weitere Verbesserung in der Ausgestaltung der Initiative und der Netzwerkarbeit. Sieben Erhebungen wurden bereits durchgeführt. Die jetzige Erhebung bezieht sich auf das Jahr 2025. Umfragewerte aus den letzten Jahren fließen ebenfalls in die Bewertung ein, um Vergleiche zu ermöglichen und Entwicklungstrends abzuleiten. Insgesamt nahmen bei der aktuellen Online-Umfrage 67 Befragte teil, das entspricht einer Teilnahmequote von 62 Prozent.
Weitere Zahlen zur Zusammensetzung der Netzwerke, zu Anforderungen der Netzwerkarbeit und zur Umsetzung von Maßnahmen können Sie in der Präsentation zur Umfrage unter Netzwerkakteuren (1.024 KB, PDF) einsehen.
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