Aktuelles & Termine

Ein Baum aus Holz wird dargestellt. Eine Hand hängt Symbole (Menschen als Icons) an dem Baum, so dass es wie ein Netzwerk aussieht mit der Verästelung.

Für Effizienz, weniger CO2-Emissionen und das Kennenlernen innovativer Projekte aus Produktion und Verwaltung: 14 Unternehmen aus Südniedersachsen sind im Oktober in einem REGINEE-Klimaschutznetzwerk gestartet, um gemeinsam den Weg zur Klimaneutralität zu ebnen. Das Netzwerk wird von der Europäischen Union und vom Land Niedersachsen kofinanziert. Die Betriebe, die unterschiedlichen Branchen angehören und in den Landkreisen Göttingen und Northeim verortet sind, haben sich als Ziel gesetzt, bis zum Projektende durch die Umsetzung unterschiedlicher Energieeffizienzprojekte 2.226 t CO2-Äquivalente einzusparen. Netzwerkträger ist der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA).

Staatssekretärin vom niedersächsischen Umweltministerium in Uslar dabei

Der Auftakt fand am 16. Oktober beim Gastgeber Haus der Schmetterlinge, alaris Schmetterlingspark GmbH, in Uslar statt. Am Treffen nahm auch Anka Dobslaw, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, teil und begrüßte die Netzwerkteilnehmenden. Darüber hinaus wurden beim Treffen aktuelle Entwicklungen am Energiemarkt vorgestellt. Der obligatorische Betriebsrundgang durfte nicht fehlen: Gegen Mittag führte der Gastgeber durch seine Räume vor Ort und gewährte einen Blick hinter die Kulissen der Schmetterlingszucht.

Sie haben Interesse, Teil eines REGINEEs zu werden? Ihre Ansprechpersonen sind Katharina Haus (khaus@vea.de)
und Christiane Priert (cpriert@vea.de).

Weitere Informationen zu den REGINEEs finden Sie auch auf der Website der VEA.

Bildnachweis: Shutterstock/tomertu

Der Erfahrungsaustausch der Arbeitsgemeinschaft der Energieeffizienz-Netzwerke Deutschland (AGEEN) fand am 12. und 13. November in Wiesbaden mit mehr als 50 Teilnehmenden statt. Gastgeber und Mitveranstalter war die LEA LandesEnergieAgentur Hessen. Am Vorabend wurde das Kulturzentrum Schlachthof in Wiesbaden besucht, das Teil eines ÖKOPROFIT-Netzwerkes ist. Anschließend wurden verschiedene Akteure von der AGEEN für ihre erfolgreiche Netzwerkarbeit ausgezeichnet, darunter ein Hersteller von Zelluloseäther, ein Kommunalnetzwerk und ein Netzwerk öffentlicher Versorger. 

Gruppenbild des AGEEN-Erfahrungsaustauschs
© Moritz Becker

Am zweiten Tag standen praxisnahe Workshops zu Regulatorik, Abwärmenutzung, kommunalem Energiemanagement und Emissionsbilanzierung auf dem Programm. Zusätzlich wurden aktuelle handels- und klimapolitische Entwicklungen und die Auswirkungen auf die Netzwerkarbeit thematisiert. VEA-Geschäftsführer Christian Otto betonte im Workshop zu Stromnetzentgelten und Emissionshandel, Flexibilisierung würde den Akteuren mehr Handlungsfähigkeit verschaffen. In diesem Zusammenhang sei Flexibilität die neue Energieeffizienz. Zudem würden für Prozesse, die nicht flexibilisiert werden können, Batteriespeicher infrage kommen. Im zweiten Workshop standen Hochtemperatur-Wärmespeicher im Fokus, die für Wärme als Dienstleistung in der Industrie eingesetzt werden können und für die bereits einzelne Pilotprojekte existieren.  

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Am 17. November 2025 fand das 10-jährige Jubiläum der Bayerischen EnergieEffizienz-Netzwerk-Initiative von Bayern Innovativ GmbH statt. Die Netzwerkszene sammelte sich zahlreich in der IHK München, um sich mit hochkarätigen politischen Akteuren über Wettbewerbsfähigkeit, Energieeffizienz und Wertschöpfung auszutauschen. 

Nach den Ansprachen von Dr. Manfred Gößl (Hauptgeschäftsführer Bayerische Industrie- und Handelskammer und IHK für München und Oberbayern) und Hubert Aiwanger (Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident) kamen Geschäftsführer von Unternehmen zum Wort: Vor dem Hintergrund von Wettbewerbsvorteilen und der nötigen Abkehr von fossilen Energieträgern machten sie die Rolle von Netzwerken deutlich.  

Im Panel mit den Unternehmen zeigte sich, wie stark bayerische Unternehmen, die sich vernetzen und Erfahrungen austauschen, Innovationen vorantreiben und neue Technologien, Materialien und Geschäftsmodelle erproben. Steffen Joest, Leiter der Geschäftsstelle der IEEKN, zum Abschluss des politischen Vormittags: “Ein Beispiel für Motivation und Engagement aus eigenem Antrieb sind BEEN-i und die IEEKN. Die Netzwerke unter ihrem Dach zeigen eindrucksvoll, wie Eigenverantwortung, Kooperation und fachlicher Austausch zu erheblichen, messbaren Erfolgen führen.”  

Wir gratulieren der Bayerischen EnergieEffizienz-Netzwerk-Initiative zum 10-jährigen Jubiläum und freuen uns auf viele weitere Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit, Innnovationen, nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Mit Worten von Steffen Joest: “Je mehr wir den Netzwerkansatz weiterentwickeln, desto mehr machen Netzwerke unser Land zukunftsfest.”

Bildnachweise:
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Foto (c) StMWi/M.Gellert   

Am 19. November 2025 fand im Bildungszentrum Erkner das 18. Kooperationspartnertreffen der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaftsverbänden, Landesenergieagenturen sowie Mitarbeitende der Geschäftsstelle kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Erfahrungen aus der Praxis und zukünftige Perspektiven der Initiative auszutauschen. Die Veranstaltung bot einen wichtigen Rahmen für den Dialog und die gemeinsame Weiterentwicklung der Initiative.

Vorstellung des EMS-Finders durch KEDi

Einen zentralen Programmpunkt bildete die Vorstellung des neuen EMS-Finders durch Erik Förster (KEDi), der eigens aus Halle angereist war. Das neue digitale Tool unterstützt Unternehmen bei der Auswahl eines geeigneten softwaregestützten Energiemanagementsystems. Bereits 99 Softwarelösungen sind erfasst und können nach individuellen Anforderungen gefiltert werden. Herr Förster präsentierte anschaulich die Funktionsweise des kostenlosen Online-Angebots und gab einen Ausblick auf geplante Erweiterungen.
Zu den nächsten Entwicklungsschritten gehören unter anderem:

  • die Integration zusätzlicher Qualitätskriterien,
  • Funktionen zur CO₂-Tracking-Fähigkeit der Systeme,
  • sowie eine Trendanalyse zur Bewertung der langfristigen Einsatzmöglichkeiten.

Das Tool stieß bei den anwesenden Kooperationspartnern auf großes Interesse und wurde als wertvolle Unterstützung für die betriebliche Energieeffizienzarbeit bewertet. Weitere Informationen finden sich unter: https://www.kedi-dena.de/ems-finder/

Einblicke aus der Netzwerkpraxis

Im weiteren Verlauf des Treffens gab Martin Kubik, Energieberater und Netzwerkmoderator, erste Einblicke in die Arbeit des neu gegründeten Netzwerks EEKN Uckermark. Er berichtete über die erfolgreiche Anlaufphase und darüber, wie bereits die frühen Austauschformate zu ersten Verhaltensveränderungen in den Unternehmen führten. Die teilnehmenden Betriebe erhalten im Netzwerk nicht nur Unterstützung bei der Umsetzung eigener Energieeinsparprojekte, sondern lernen durch den Austausch mit den anderen Unternehmen auch neue Technologien und Herangehensweisen kennen. Durch die enge Begleitung durch einen erfahrenen Energieberater wird der praktische Transfer zusätzlich erleichtert.

Fokusthema: Zukunft der Initiative

Ein zentrales Thema des Treffens war die vielfach gestellte Frage: „Wie geht es weiter?“. Der aktuelle Rahmen der bundesweiten Initiative ist offiziell bis Ende 2025 vereinbart. Derzeit laufen intensive Abstimmungen zwischen den Trägern über die Weiterführung und mögliche inhaltliche Schwerpunkte ab 2026. Ziel ist es, die Initiative bis 2030 in eine neue Phase zu führen und damit den erfolgreichen Ansatz der Netzwerke langfristig fortzuführen.

Wir freuen uns auf das nächste Treffen.

Bildnachweis: IEEKN

Unternehmen in Deutschland stehen vor immensen Herausforderungen. Das betonte Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) auf der 9. Jahresveranstaltung der Netzwerkinitiative. Doch Effizienzfortschritte machen Deutschland als Wirtschaftsstandort resilienter und unabhängiger von Rohstoffimporten. Schwarzelühr-Sutter ist eine von mehr als 130 Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, die am 20. November der Einladung der Netzwerkinitiative ins Haus der Deutschen Wirtschaft gefolgt waren.

Die Netzwerkinitiative als beständiges Erfolgsmodell 

Corinna Enders, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur, begrüßte die Gäste und moderierte den politischen Vormittag. Die politische Podiumsdiskussion wurde zu Beginn mit drei Impulsen, jeweils aus der Politik, der Wirtschaft und der Wissenschaft eröffnet, in denen die hohe Bedeutung der Netzwerke in Krisenzeiten betont wurde.

Rita Schwarzelühr-Sutter sprach darüber, wie herausfordernd u. a. die gestiegenen Energiekosten und die vielfältigen (auch bürokratischen) Anforderungen für Umwelt- und Klimaschutz für die Wirtschaft sind. Eine weitere zentrale Botschaft lautete: Klimaschutz ist auch eine wirtschaftliche Chance. Die eingeschlagenen Ausbaupfade sollten konsequent fortgeführt und die Energieeffizienz weiter gesteigert werden.

Genau an diesem Punkt setzt die Initiative an: Sie leistet einen wertvollen Beitrag und hat sich in den vergangenen elf Jahren als erfolgreiches Modell bewährt, das Unternehmen kontinuierlich unterstützt.

Die Bedeutung von Energieeffizienz und Klimaschutz nach wie vor sehr hoch 

Wie das gelebte Engagement aus den Netzwerken ist, zeigte Dr. Andreas Gahl, Geschäftsführer der MPG Mendener Präzisionsrohr, welches Mitglied des Mendener Netzwerks ist. Gahl wies darauf hin, dass das Mendener Netzwerk bereits in die dritte Runde geht und somit ein langjähriger Vorreiter in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz ist.

So hat sich das Unternehmen ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt und strebt eine THG-neutrale Produktion von Wärmetauschrohre an. Darüber hinaus bekräftigte Gahl, dass gerade beim Thema Energieeffizienz noch sehr viel ungenutztes wirtschaftliches Potenzial steckt. Er appellierte an die Unternehmen, das Ambitionsniveau im Klimaschutz nicht zu senken und das Momentum zu nutzen, damit der Ausbau von Erneuerbaren Energien an Fahrt aufnimmt.

Aus einer wissenschaftlichen Perspektive berichtete Friedrich Seefeldt, Direktor bei Prognos AG über die aktuellen energiepolitischen Entwicklungen und hob hervor, dass es für eine wettbewerbsfähige Energieversorgung eine flächendeckende Digitalisierung bräuchte.

Notwendiger politischer Rahmen für Investitionen  

Beim Podiumsgespräch diskutierten Rita Schwarzelühr-Sutter (BMUKN), Vertreter der Hauptgeschäftsführung des VKU sowie Vertreterin des BDEW und der Unterabteilungsleiter IIB Dr. Axel Bree (BMWE) über die erforderlichen politischen Rahmenbedingungen. Dr. Kai Lobo, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen e. V. (VKU), betonte Klimaziele seien gleichzeitig Investitionsziele. Insofern sollte der Förderrahmen erweitert werden, auch für den Wärmebereich. Dr. Kirsten Westphal, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW), bekräftigte auch, dass die Unternehmen ausreichende Planungssicherheit brauchen, um sich mehr Freiräume für innovative Projekte zu schaffen. Damit könnte das freiwillige Engagement der Wirtschaft gestärkt werden.

Mit der Flexibilisierung würden sich in der Energiebranche ebenfalls neue Geschäftsmodelle und neue Chancen für die Wertschöpfung vor Ort ergeben. In diesem Kontext erwähnte Corinna Enders (Deutsche Energie-Agentur), dass man nicht vergessen sollte, Teilhabe und Akzeptanz für diese Themen zu schaffen. Auf dem Diskussionspodium wurde auch der Wunsch an die Politik adressiert, das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) zu reformieren. Auch der neue Referentenentwurf des Energieeffizienzgesetzes, der kurz vor Veröffentlichung steht, beschäftigt sowohl Unternehmen als auch Wirtschaftsverbände gleichermaßen.

Von besonders engagierten Netzwerken lernen und den Mut zur Transformation aufbringen  

Auch dieses Jahr wurden besonders erfolgreiche Netzwerke für ihre Arbeit in der Umsetzung zahlreicher innovativer Maßnahmen gewürdigt:

Beim Netzwerk 4. Runde en2x schließen sich alle deutschen Raffinerien und weitere Unternehmen der Kohlenwasserstoffwirtschaft zusammen, um die Transformation der Mineralölbranche sowie die Ablösung von Mineralöl als wichtigsten Primärenergieträger voranzubringen.

Außerdem wurde das Effinet@SCHOTT 3.0 geehrt, das als konzerninternes Netzwerk Expertise rund um die Glas- und Materialtechnologie bündelt und zu einer kontinuierlichen Steigerung der Energieeffizienz an den verschiedenen Produktionsstandorten beiträgt.

Nicht zuletzt wurde ein Netzwerk aus der Lebensmittelbranche ausgezeichnet: Das Netzwerk Energieeffizienz in bayerischen Brauereien und Molkereien lebt den regionalen, branchenübergreifenden Ansatz und vereint traditionsreiche Familienbetriebe, innovative Mittelständler sowie führende Markenunternehmen im Einsatz für Energieeffizienz und Klimaschutz aus ganz Bayern.

Fachliche Beiträge und offene Diskussionsformate am Nachmittag 

Beim Panel Wärmemanagement wurden aktuelle Wärmewendetechnologien aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, u. a. aus der Sicht eines Wärmeversorgers und Netzbetreibers (BEW Berliner Energie und Wärme), eines Wärmespeicher-Entwicklers (Lumenion) und aus der Wissenschaft (Fraunhofer ISI). Diskutiert wurden vorrangig Potenziale und technische Möglichkeiten der zukünftigen Abwärmenutzung. Folgende Fragen wurden auch thematisiert: Welche Herausforderungen müssen aktuell gelöst werden? Wie stark sinkt das verfügbare Abwärmepotenzial, wenn Prozesse elektrifiziert werden?

Des Weiteren wurde im Anschluss der offizielle Launch der Deutschen TOP TENs – List of Energy Efficiency, auf der innovative und besonders herausragende Energieeffizienz-Projekte gelistet sind, verkündet. Auch die Initiative Energieeffizienz und Klimaschutz-Netzwerke ist auf der Liste, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und Umweltbundesamt (UBA) herausgegeben wird, vertreten.

Barcamps mit hoher Beteiligung und Zukunftsthemen der Initiative 

Beim Barcamp konnten die Teilnehmenden eigene Themen in kurzen Pitches einbringen und mittels einer Umfrage auswählen. So sind Austauschformate zustande gekommen, die sich zu den Themen Abwärme, Motivation in den Netzwerken, Unternehmensstrategien, Finanzierung und Meta-Netzwerke ausgetauscht haben. Dabei wurden zahlreiche Ansätze für eine Weiterentwicklung der Netzwerkinitiative gesammelt.

Stöbern Sie durch unsere Bildergalerie für weitere Impulse und Eindrücke. Die Gesamtpräsentation zur Jahresveranstaltung können Sie herunterladen.

 

Bildnachweis: Claudius Pflug

Hände halten Puzzleteile mit Nachhaltigkeitssymbolen

Deutschlands energie- und klimapolitische Instrumente werden nachjustiert. Was es mit Blick auf die Unternehmen braucht, diskutieren Wirtschaft, Verbände und Politik auf der Jahresveranstaltung der Netzwerkinitiative. 

Berlin, 20. November 2025. Die deutsche Wirtschaft befindet sich aufgrund von internationalem Wettbewerb, gestiegenen Energiekosten und vielfältigen Anforderungen für Umwelt- und Klimaschutz unter hohem Transformationsdruck. Was ist das richtige Maß zwischen Regulierung und Freiwilligkeit in der Energieeffizienz- und Klimaschutzpolitik für Unternehmen? Diese Frage steht ganz oben auf der Agenda der Jahresveranstaltung 2025 der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN). Im Fokus stehen zudem Änderungen der politischen Rahmenbedingungen und Good Practices aus den Unternehmensnetzwerken.

Corinna Enders, Botschafterin der Initiative und Vorsitzende der Geschäftsführung der dena – Deutsche Energie-Agentur: „Energieeffizienz bedeutet Zukunftsfähigkeit: Sie reduziert den Energieverbrauch sowie unsere Abhängigkeiten von Importen und stärkt die Stabilität unseres Energiesystems. Für mehr Energieeffizienz in Unternehmen braucht es klare politische Leitlinien und den engen Austausch zwischen politischen Entscheidern und Praxis – genau das bietet die Jahresveranstaltung der Netzwerkinitiative mit hochkarätiger Besetzung.“

Unter dem Motto der Jahresveranstaltung „Unternehmen stärken, Wandel gestalten – Gemeinsam die Zukunft sichern“ zeigen Vorträge und Diskussionen ganz konkret, wie Energieeffizienz und Klimaschutz Unternehmen voranbringen und wirtschaftliches Wachstum fördern können. Auf der Jahresveranstaltung erklären die Wirtschaftsverbände ihre Bereitschaft zu einer Fortführung der gemeinsam mit der Bundesregierung getragenen Initiative bis 2030, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Corinna Enders moderiert die Jahresveranstaltung. Auf dem Programm stehen am Vormittag:

  • Impulse aus Politik, Wirtschaft und Beratung von Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin des BMUKN, Friedrich Seefeldt, Partner und Direktor der
    Prognos AG und Dr. Andreas Gahl, Geschäftsführer der mittelständischen MPG GmbH
  • Podiumsdiskussion zu energiepolitischen Standortbedingungen mit Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin des BMUKN, und Dr. Axel Bree, Unterabteilungsleiter Internationale Energiepolitik, Bund-Länder-Koordinierung, Energieeffizienz (IIB) des BMWE sowie mit Dr. Kai Lobo, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) e. V., Dr. Kirsten Westphal, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) und Dr. Andreas Gahl von der MPG GmbH
  • Ehrung erfolgreicher Unternehmensnetzwerke

Am Nachmittag:

  • Debatte zu Wärmemanagement mit Blick in die Praxis mit Alexander Ziefle, Leiter Transformation beim BEW, Peter Kordt, Geschäftsführer der LUMENION GmbH und Dr. Matthias Rehfeldt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Fraunhofer ISI
  • Vorstellung der Energieeffizienz TOP TENs List des Energy Efficiency Hub der Internationalen Energieagentur u. a. mit Paul Papenbrock, Stellv. Referatsleiter Grundsatz und Rechtsfragen der Energieeffizienz, Wärme in Industrie und Gewerbe (IIB4) des BMWE

Das ist ein Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerk 

In einem Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerk arbeiten mehrere Unternehmen zusammen, um ihre Energieeffizienz zu steigern und Klimaschutzmaßnahmen voranzutreiben. Zentrale Elemente sind ein moderierter Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden sowie gemeinsame Einsparziele und Maßnahmenumsetzungen. So können Unternehmen ihr Know-how schneller ausbauen, um ihren Energieverbrauch zu senken und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wie Netzwerkarbeit in der Praxis gelingt, zeigt die aktuelle Ausgabe der Erfolgsgeschichtenbroschüre.

Über die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke 

Die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke hilft Unternehmen aller Branchen und Größen dabei, sich branchenübergreifend, branchenintern oder unternehmensintern in Netzwerken auszutauschen und Maßnahmen zugunsten von Energieeffizienz und Klimaschutz umzusetzen. Die Initiative startete 2014 als Initiative für Energieeffizienz-Netzwerke. Seit 2021 wird sie von 21 Verbänden und Organisationen der Wirtschaft gemeinsam mit der Bundesregierung getragen und von zahlreichen weiteren Projektpartnern unterstützt. Zudem wurde sie um die Themen Klimaschutz, Energiewende und Nachhaltigkeit erweitert. Auf diese Weise sollen neun bis elf Terawattstunden Endenergie beziehungsweise fünf bis sechs Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart werden. Damit will die Initiative einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Steigerung der Energieeffizienz in Industrie, Handwerk, Handel, Gewerbe und Energiewirtschaft leisten. 

Bildnachweis: Shutterstock/ Naiyana Somchitkaeo

Bunte Fragezeichen in Dialogformat

Die aktuelle Umfrage unter Netzwerkunternehmen gibt Einblicke in die Ergebnisse zu Prozessen und Strukturen, zentralen Themen und Motiven für die Netzwerkteilnahme sowie zur Wirksamkeit der Initiative.

Netzwerkarbeit schneidet im Urteil der teilnehmenden Unternehmen gut ab: 94 Prozent der befragten Netzwerkunternehmen sind mit ihrem Netzwerk sehr zufrieden oder zufrieden. Ebenso viele würden die Teilnahme an einem Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerk weiterempfehlen. Das geht aus den Ergebnissen der von Mai bis Juni 2025 durchgeführten Umfrage unter Netzwerkunternehmen der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke hervor. 

Im Rahmen einer Online-Befragung konnten die teilnehmenden Unternehmen ihre Erfahrungen mit der Netzwerkarbeit schildern. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen zunächst die zentralen Themen und Beweggründe für die Teilnahme am Netzwerk sowie eine Einschätzung der bisherigen Netzwerkarbeit. Ziel der Befragung ist es, die Struktur der Netzwerkarbeit und die angebotenen Services mit Blick auf eine mögliche dritte Projektphase weiter zu optimieren. 

Unternehmen schätzen den Erfahrungsaustausch 

Über drei Viertel (82 Prozent) der befragten Unternehmen blicken positiv auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis in Bezug auf ihre Teilnahme an einem Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerk. Dabei spielt der Austausch untereinander und der damit verbundene erleichterte Zugang zu aktuellen unternehmensrelevanten Informationen eine große Rolle.  

Die Unternehmen heben besonders den Erfahrungsaustausch hervor, der nicht nur neue Ideen hervorbringt, sondern auch praxisnahes Fachwissen vermittelt und zur Umsetzung konkreter Maßnahmen anregt. Ebenso positiv wird die hohe Qualität der Netzwerkmoderation bewertet. Die Netzwerkmoderierende werden als engagierte Ansprechpartner bewertet, die auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden flexibel eingehen. Darüber hinaus finden auch die Möglichkeit zu interessanten Betriebsbesichtigungen sowie das Angebot spannender Fachvorträge große Anerkennung. 

Erkenntnisse zu Wirksamkeit  

Die Befragten empfinden ihre Teilnahme am Netzwerk als hilfreich, besonders weil sie durch die Netzwerkarbeit mehr Informationen zur konkreten Maßnahmenumsetzung, strategischen Verankerung von Energiemanagement und regulatorischen Anforderungen erhalten. Der Monitoring-Prozess wird von 72 Prozent der Befragten positiv bewertet (sehr zufrieden oder eher zufrieden). Auch die Vorzieheffekte spielen eine wichtige Rolle: Im Durchschnitt wurden 38 Prozent der Maßnahmen aufgrund der Netzwerkteilnahme früher als ursprünglich geplant umgesetzt.

Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

Bildnachweis: Getty Images/Akinbostanci

In der aktuellen Ausgabe der Reihe „Gemeinsam erfolgreicher“ stellt die Geschäftsstelle der Initiative elf Netzwerkportraits vor, die beispielhaft zeigen, wie Energieeffizienz und Klimaschutz in Unternehmen durch Erfahrungsaustausch und gemeinsames Handeln gelingen. 

Im Grußwort bringen die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche und der Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit Carsten Schneider ihre Unterstützung zum Ausdruck. Auch unsere namhaften Botschafterinnen und Botschafter kommen in persönlichen Zitaten zu Wort. Außerdem laden wir Sie dazu ein, einen Blick auf die Erfolge und Ergebnisse der Initiative zu werfen sowie über den Tellerrand zu schauen – auf die weltweite Verbreitung des Netzwerkansatzes.  

Erfolgsgeschichten, die inspirieren 

Mehr als 470 Netzwerke sind unter dem Dach der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) registriert – ein starkes Zeichen für Zusammenarbeit, Verantwortung und innovative Lösungsansätze. Die vorgestellten Netzwerke nehmen dabei eine Vorreiterrolle ein: Sie setzen gezielt auf Dekarbonisierung, eine unabhängige Energieversorgung aus Erneuerbaren und eine effiziente Nutzung von Energie und weiteren Ressourcen. Auch in herausfordernden Zeiten treiben sie den Umbau der Wirtschaft in Richtung Klimaneutralität voran. 

Kreative Lösungen, konkrete Wirkung  

Ob besonders engagiert in der Region, thematisch richtungsweisend oder branchenübergreifend gut vernetzt – jedes dieser Netzwerke zeigt, wie viel durch gemeinsames Engagement erreicht werden kann. Die portraitierten Netzwerkunternehmen setzen eine breite Palette innovativer und praxistauglicher Maßnahmen um: Von der Nutzung industrieller Abwärme über die Umstellung von Anlagen auf klimafreundlichere Energieträger bis hin zur Erstellung umfassender CO₂-Bilanzen, die auch indirekte Emissionen berücksichtigen. 

Schauen Sie unter diesem Link (PDF) in die aktualisierte Ausgabe von „Gemeinsam erfolgreicher“ rein und lassen Sie sich von den Best-Practices motivieren!  

Wenn Sie Interesse an kostenfreien Druckexemplaren der Broschüre haben, schreiben Sie uns an info@effizienznetzwerke.org. 

 

Bildnachweis: IEEKN

Der 16. dena Energiewende-Kongress fand am 03. und 04. November 2025 im bcc Berlin Congress Center mit mehr als 1.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Den Auftakt machte Bundesumweltminister Carsten Schneider. In seiner Begrüßungsrede betonte er die Bedeutung von mittelständischen Betrieben, da sie „einen großen Beitrag bei der Energiewende leisten.” Außerdem betonte Schneider zwei wichtige Ziele: „Die Energiewende muss sozial gerecht erfolgen und den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken.“

Das Bild zeigt die Speaker der Session „Einsparpotenziale der Wirtschaft heben – Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke als Benchmark?“ auf der Bühne, die miteinander diskutieren. Im Hintergrund ist eine weiße Leinwand zu sehen.
v. l. n. r.: Steffen Joest (dena), Astrid Evert (BMWE), Prof. Dr.-Ing. Clemens Rohde (Fraunhofer ISI), Dr. Sebastian Bolay (DIHK). Bildnachweis: Kira Hofmann/photothek

Die Herausforderungen bei der Dekarbonisierung der Wirtschaft sowie den dafür nötigen gesamtgesellschaftlichen Einsatz für die Energiewende wurden in den vielzähligen Panels und Sessions thematisiert. Übergreifende Themen waren dabei Versorgungssicherheit, Finanzierung, Digitalisierung, Infrastruktur und Akzeptanz.

Auch die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) war mit einem Informationsstand beim Kongress vertreten. So konnten Interessierte Ihre Themen und Fragen vor Ort platzieren und mit der Geschäftsstelle in einen direkten Austausch treten. Zudem wurde über Möglichkeiten für Kooperationen diskutiert, um den Netzwerkansatz sichtbarer zu machen.

Netzwerke als wirksames Instrument

In der Session „Einsparpotenziale der Wirtschaft heben – Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke als Benchmark?“ ging es vor allem um das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Regulierung und Verantwortung. Bei der Diskussion waren Astrid Evert, Leiterin des Referats Grundsatz und Rechtsfragen der Energieeffizienz, Wärme in Industrie und Gewerbe im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), Dr. Sebastian Bolay, Bereichsleiter Energie, Umwelt und Industrie, Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), Prof. Dr.-Ing. Clemens Rohde, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, vertreten. Die Moderation wurde von Steffen Joest, Projektleiter der Geschäftsstelle der Netzwerkinitiative, übernommen. Leitfragen, die insbesondere adressiert worden sind, waren beispielsweise: Wie wirksam ist das freiwillige Instrument der Initiative? Welchen Fokus wird bei der aktuellen Energieeffizienzpolitik gesetzt? Welche politischen Instrumente gewinnen an Bedeutung? Ist eine freiwillige Selbstverpflichtung von Unternehmen wie in der IEEKN eine gute Alternative zu mehr Regulierung? Reicht Freiwilligkeit aus, um unsere Klimaziele zu erreichen? Dr. Bolay (DIHK) bestätigte, dass eine Bereitschaft bei den Unternehmen da sei, Energieeffizienz und den betrieblichen Klimaschutz zu steigern.

dena verleiht den Energy Efficiency Award an Innovatorinnen und Innovatoren der Energiewende

Ein weiteres Glanzlicht des Kongresses war die Verleihung des Energy Efficiency Award (EEA). Wie in jedem Jahr wurden fünf Unternehmen in verschiedenen Kategorien für ihre herausragenden Leistungen im Bereich Energieeffizienz und CO2-Einsparung geehrt. Auch diesmal war unter den Preistragenden ein Netzwerkunternehmen der Initiative dabei: Die Pöppelmann GmbH & Co. KG wurde in der Kategorie 1 (Think Big! – Komplexe Energiewendeprojekte) für den Bau einer innovativen Produktionshalle für eine nachhaltige Kunststofffertigung ausgezeichnet.

Weitere Details zum EEA mit allen Preistragenden finden Sie hier.

Bildnachweis: photothek

Die Arbeitsgemeinschaft der Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (AGEEN) veranstaltet am 13. November den jährlichen Erfahrungsaustausch der Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerker:innen. Gastgeber und Organisator des Erfahrungsaustauschs ist die LandesEnergieAgentur Hessen.

Neben einem Vorabendprogramm am 12.11. von 17:00 – 22:00 Uhr wird es am darauffolgenden Tag verschiedene Fachvorträge und Workshops geben.

Die Geschäftsstelle der Netzwerkinitiative informiert zu Beginn über Neuigkeiten und Entwicklungen aus der Initiative.

Weitere Impulsvorträge beleuchten die aktuellen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Rolle von Klimaschutz-Netzwerken in Kommunen. Im Anschluss finden mehrere parallele Workshops statt, die unterschiedliche fachliche und politische Aspekte der Netzwerkarbeit vertiefen. Neben Themen wie Wärmerückgewinnung und Wärmespeichern werden auch kommunales Energiemanagement und Emissionsbilanzierung ausführlich adressiert.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zum Programm können Sie der Webseite der Arbeitsgemeinschaft entnehmen: https://www.ageen.org/index.php/aktuelles

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen ist eine Anmeldung bis zum 04. November 2025 über den folgenden Link erforderlich. Über denselben Link können Sie sich ebenfalls für das Vorabendprogramm sowie die anschließende Mitgliederversammlung anmelden, zu der auch Gäste herzlich willkommen sind.

Eckdaten: 13.11.2025, 09:00 – 15:30 Uhr
LandesEnergieAgentur Hessen GmbH, Mainzer Straße 118, 65189 Wiesbaden

Bildnachweis: GettyImages/ David Malan