Investitionen in Energieeffizienz in Deutschland steigen weiter an

Deutsche Industrieunternehmen investieren so viel wie nie zuvor in Energieeffizienz-Maßnahmen. Das ist ein zentrales Ergebnis der Sommererhebung 2019 zum Energieeffizienz-Index (EEI) des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart.

Der Energieeffizienz-Index war 2018 auf den höchsten Stand seit Beginn der Erhebung angestiegen. Die diesjährige Befragung weist nun einen leichten Abfall des Index auf 1,78 Punkte auf. Auch die Bedeutung von Energieeffizienz wird in der aktuellen Befragung als geringer bewertet, während die Investitionen in Energieeffizienz auf ihrem Höchststand sind. Mit 3,85 Punkten liegt der Energieeffizienz-Investitions-Index deutlich über dem Wert von 2018.

Ein Fünftel der befragten Unternehmen ist in Energieeffizienz-Netzwerken

Neben den Indexwerten enthalten die halbjährlichen Erhebungen auch Sonderfragen, welche aktuellen Entwicklungen beim Thema Energieeffizienz abbilden sollen. In der letzten Erhebnungsrunde wurden im Rahmen der Sonderfragen auch Energieeffizienz-Netzwerke thematisiert. So gaben 20 Prozent der Befragten an, Energieeffizienz-Netzwerke als systematischen Ansatz zur Energieeffizienzverbesserung in ihrem Unternehmen zu verfolgen. Besonders Unternehmen mittlerer Größe nutzen demzufolge den Erfahrungsaustausch in den Netzwerken als Instrument für die Steigerung ihrer Energieeffizienz. Als weitere Ansätze wurden häufig Energiemanagementsysteme (ISO 14.001 plus, ISO 50.001, EMAS) und Energieaudits nach DIN EN 16.247 genannt.

Auf der Website des EEP der Universität Stuttgart können Sie die Ergebnisse der aktuellen Erhebungsphase Sommer 2019 herunterladen.

Seit 2013 erstelllt das EEP in Zusammenarbeit mit dem Frauenhofer IPA, der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem TÜV Rheinland den Energieeffizienz-Index der deutschen Industrie. Mittels halbjährlicher Umfragen werden aktuelle und geplante Aktivitäten der deutschen Industrie zur Energieeffizienz erhoben. So werden regelmäßig Daten von rund 900 Unternehmen aus über 20 Branchen erfasst und ausgewertet.