Netzwerk Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen feiert Abschluss und startet 2. Runde

Das Energieeffizienz-Netzwerk Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen feierte am 17. Mai 2019 bei envia THERM in Bitterfeld-Wolfen den erfolgreichen Abschluss der ersten Netzwerkrunde und startet gleichzeitig in die zweite Laufzeit.

„Die Netzwerkarbeit der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass die fachliche Ausgestaltung, die Einsparergebnisse und die Vernetzung der Unternehmen ein wichtiger Wertbeitrag für den gesamten Chemiestandort sind“, lobte enviaM-Vertriebsvorstand Dr. Andreas Auerbach die erfolgreiche Netzwerkarbeit in Anwesenheit von Armin Schenk, Oberbürgermeister der Stadt Bitterfeld-Wolfen, Thomas Wünsch, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt sowie den Vertretern der beteiligten Unternehmen. Alle zehn Teilnehmer erhielten im Rahmen der Feierlichkeiten die Auszeichnungsplakette der Netzwerkinitiative für die erfolgreiche Teilnahme an einem Energieeffizienz-Netzwerk. Mit insgesamt 18 Einzelmaßnahmen erreichten sie eine gemeinsame Energieeinsparung von 5,35 Gigawattstunden (GWh) über die dreijährige Laufzeit. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von mehr als 2.000 Haushalten. Durch die umgesetzten Maßnahmen werden auch weiterhin kontinuierlich 4,68 GWh Endenergie oder 1.935 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Gleichzeitig erfolgte die offizielle Neugründung des Folgenetzwerks Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen 2.0. „Ich freue mich, dass alle Teilnehmer des ersten Netzwerkes wieder mit an Bord sind. Darüber hinaus konnten wir neue Unternehmen gewinnen. Das beweist, dass wir mit dem Format auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Dr. Auerbach über die Fortführung des Energieeffizienz-Netzwerkes. Die Laufzeit des neuen Netzwerkes begann am 1. Juni 2019 und wird wieder drei Jahre betragen. Das neue Netzwerk beinhaltet eine weitere Vertiefung der Themen Energiemanagementsysteme und Kennzahlen. Auch rechtliche Themen und für die Unternehmen relevante Technologien werden eine Rolle spielen. Die Netzwerkteilnehmer stellen ihre eigenen Effizienzmaßnahmen und deren Ergebnisse bei den Netzwerktreffen vor und lernen durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch voneinander.

„Für uns Teilnehmer bedeutet die dauerhafte Steigerung der Energieeffizienz und damit die effektive, umweltschonende Chlorproduktion einen Wettbewerbsvorteil. Die sehr fruchtbare Zusammenarbeit im Netzwerk und die kompetente energietechnische Beratung leisten einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung am Standort mit Blick auf Wachstum, Investitionen und Arbeitsplätze“, sagt Stefan Kauerauf, Werkleiter Bitterfeld der Nouryon Akzo Nobel Industrial Chemicals GmbH.

„Wir begrüßen es sehr, dass Politik und Wirtschaft diese flexible, aber auch verbindliche Möglichkeit zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz gefunden haben. Jetzt werden wir den Austausch zum Thema Energieeffizienz mit unseren Netzwerkpartnern intensivieren“, erklärte Carsten Schellenberg, Leiter des LANXESS-Standortes Bitterfeld und Geschäftsführer der IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld, zum Start des Netzwerkes.

Im Netzwerk des Chemiestandortes Bitterfeld fungiert die envia THERM als Netzwerkträger und -mitglied. Die Teilnehmer sind:

  • Nouryon Akzo Nobel Industrial Chemicals GmbH
  • Allnex Resins Germany GmbH
  • Bayer Bitterfeld GmbH
  • envia THERM GmbH
  • EVIP GmbH
  • Fraunhofer IFF Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (als Innovations- und Technologieberater)
  • Heraeus Quarzglas GmbH & Co. KG
  • Island Polymer Industries GmbH
  • Organica Feinchemie GmbH Wolfen
  • Trevira GmbH (Guben/Brandenburg)

Neue Teilnehmer sind:

  • IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld (LANXESS-Konzern)
  • Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbH

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website von envia Therm.

Fotonachweis: Christian Kortüm